Kletterhalle
- Alex
- 0
- Kim
- 0
- Sam
- 9
3,00 Mittlerer Widerstand
Beim Systemischen Konsensieren bewertet jede Person, wie viel gegen jeden Vorschlag spricht. Das Meinungsbild zeigt, welche Vorschläge auf wenig Widerstand stoßen und wo es noch Gesprächsbedarf gibt.
Manche Entscheidungen ziehen sich. Andere wirken klar, bis es an die Umsetzung geht. Mit SK kommen Einwände früher zur Sprache.
Widerstand pro Person · 0 = kein Widerstand · 10 = maximaler Widerstand
3,00 Mittlerer Widerstand
1,67 Mittlerer Widerstand
4,00 Mittlerer Widerstand
Der Kochabend hat den niedrigsten mittleren Widerstand. Bei der Kletterhalle fallen die Einzelwerte auseinander: Zweimal 0, einmal 9. Das ist ein guter Anlass, nachzufragen.
Sam hat Höhenangst und möchte bei der gemeinsamen Aktivität mitmachen. Das Team kann überlegen, welche Aktivitäten für alle infrage kommen, und angepasste Vorschläge erneut bewerten.
PO steht für Passivlösung: In diesem Beispiel findet kein zusätzlicher Teamabend statt. So lässt sich vergleichen, wie die Gruppe die Vorschläge gegenüber dieser Möglichkeit bewertet.
Das ist die Grundform. Legt vor der Bewertung gemeinsam fest, wie ihr danach entscheidet.
Formuliert offen, was ihr entscheiden wollt: „Wie gestalten wir unseren Teamabend?“ lässt mehr Möglichkeiten zu als „Wohin gehen wir klettern?“
Sammelt Ideen, greift sie auf und entwickelt sie weiter. Bewertet sie erst danach. Nehmt als Vergleich auch auf, was passiert, wenn ihr keine der vorgeschlagenen Maßnahmen umsetzt.
Jede Person bewertet ihren Widerstand gegen jeden Vorschlag von 0 bis 10. Die Werte zeigen die Stärke der Bedenken. Mehrere Vorschläge dürfen denselben Wert erhalten. 0 heißt: Für mich spricht nichts dagegen.
Schaut auf Mittelwerte und Einzelwerte. Fragt bei starken Einwänden nach und bewertet angepasste Vorschläge bei Bedarf erneut. Ein niedriger Mittelwert allein ist noch kein Beschluss.
Systemisches Konsensieren funktioniert auch mit Papier oder Bewertungskarten. Digital könnt ihr diese Werkzeuge nutzen: